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KuK and Friends » Blog von Df3nZ187 » Kategorie: Internet » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]

Fragezeichen Linkablage für Webseiten
Kategorie: Internet
In Anlehnung an meinen letzten Blog kommt hier eine Quasi-Fortsetzung.

Diesmal soll es aber nicht um blutige Details gehen, sondern um eine Idee die mir so in den Kopf kam, als ich mich gestern Nacht wach in meinem Bett umherwälzte um eine Liegeposition zu finden die nicht schmerzhaft ist. *schon wieder gejammer*

Aber zuerst die Problemstellung.

Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch auch, dass man gerade auf Seiten wie z. B. der Wikipedia oder auch diversen großen Nachrichtenportalen surft und die Artikel die man liest sind voller interne Links und Querverweise auf wieder andere Artikel, die einen bestimmten Aspekt des gerade gelesenen Artikels näher beleuchten oder Informationen zu einem älteren aber damit zusammenhängenden Ereignis bieten.
In diesen sind dann allerdings auch wieder Querverweise und in diesen auch wieder und so weiter und so weiter und da man ja eigentlich schon neugierig ist und grad auch viel Zeit hat, hat man auf einmal 20, 30 Tabs oder sogar einzelne Browserfenster offen und irgendwie überhaupt keine Übersicht mehr.

Wenn es sich dabei aber nun, wie es gerade bei der Wikipedia meist der Fall ist, eigentlich immer um interne Links zu Artikeln im selben Webangebot handelt, warum überhaupt ein neues Fenster öffnen?
Warum macht man nicht einfach so etwas wie einen „Warenkorb“ für interne Links?

Man kennt das Warenkorbprinzip ja inzwischen mehr als gut von tausenden Shoppingseiten, man surft gemütlich im Shop, sucht sich die Produkte aus und legt sie in seinen Warenkorb, der sich das netter Weise alles merkt, und muss nicht für jedes Produkt eine extra Seite offen halten um es am Ende dann zu kaufen.
Mit internen Links sollte das doch eigentlich auch kein Problem sein.
Um nicht die Leute zu ärgern die trotzdem gleich eine neue Seite wollen, könnte man den eigentlichen Link ja im herkömmlichen Stil belassen und ein kleines Icon davor setzen, bzw. einfach das Icon verwenden das heute ja vor derartigen Links eh schon zum guten Ton im Web gehört benutzen und wenn der User dann dort drauf klickt, dann öffnet sich kein neues Fenster, sondern ein extra Menü auf der aktuellen Seite (eventuell CSS-Overlay) in dem der Link wie in einem Warenkorb abgelegt wird und in Folge auch jeder weitere angeklickte, interne Link.
Dieses Menü könnte man dann freilich auch auf und zu klappen, damit es nicht irgendwann zu groß wird und am Ende noch Text auf der Seite verdeckt.
Und freilich könnte man darin nicht nur die URL ablegen, so das der User am Ende trotzdem nicht mehr weis was was ist, sondern in dem Moment wo er den Link anklickt und ihn in diese „Ablage“ legt, könnte eigentlich auch schon ein erstes mal die Meta-Daten angefragt und Titel der Seite und die Beschreibung mit in die „Ablage eingefügt werden“. (ganz so wie es Suchmaschinen machen)
Eventuell könnte man sogar in einer Art „Baum“ oder so mit anzeigen in welcher Beziehung die abgelegten Links zueinander stehen oder in welcher Reinfolge von welcher zu welcher Quelle sie abgerufen wurden.

Ich fände das jedenfalls eine tolle Funktion und bin fast etwas verwundert das ich so etwas selbst auf großen und umfangreich mit interner Verlinkung ausgestatteten Wiki Seiten noch nie gesehen habe.
Eintrag vom 25.07.2008 08:07 Uhr - 0 Kommentare Blog melden Blog bearbeiten
 
this name is my name, this name is your name…
Kategorie: Internet

Heute gibt es etwas aus der Kategorie: Wer hätte das für möglich gehalten?

Vor einiger Zeit erreichte mich eine E-Mail eines spanischen Amateurfunkers, der mich darüber aufklärte, dass der von mir benutzte Name „DF3NZ“ ein durch die Bundesnetzagentur geschütztes Rufzeichen ist. Der Eigentümer dieses Rufzeichens sei ein guter Freund von ihm und er würde ja sicher keinen Ärger machen, aber..., man versteht schon.
Das mag jetzt im ersten Moment ziemlich witzig klingen, aber ich muss zugeben, dass mich das ganze schon etwas geschockt hat und ich erstmal ziemlich durch den Wind war.
Man liest ja immer wieder von den neuen Abmahnwellen und –Maschen die findige Rechtsanwälte und sonstige Betrüger regelmäßig im Internet lostreten um ihre schmierigen Taschen zu füllen.
Was also tun?
Nach Jahren nun den Namen, an den man sich inzwischen gewöhnt und unter dem man gekannt wird, ändern?
Nein, das kam nicht wirklich in Frage.
Die Nachricht einfach ignorieren und hoffen das sich da nur irgendjemand profilieren musste und das ganze so schnell wieder verschwindet wie es kam?
An sich vielleicht nicht die schlechteste Wahl, aber was wenn der jenige doch hartnäckig ist und schlimmeres im Schilde führt? Dann könnte einem die Ignoranz bei einem späteren Rechtsstreit vielleicht noch böse auf die Füße fallen.

So saß ich also da und wusste nicht so recht wie es nun weiter gehen sollte.
Vor allem brauchte ich erst einmal Klarheit, also hieß es in den sauren Apfel beißen und einfach mal die Bundesnetzagentur anschreiben, auch auf die Gefahr hin damit schlafende Hunde zu wecken.
Umso erleichterter war ich natürlich, als von diesen nicht nur ziemlich schnell, sondern auch ziemlich positive Antwort eintraf, die dann auch so ziemlich das bestätigte was ich mir selbst schon gedacht hatte: Die Rufzeichen haben im Schriftverkehr keine Bedeutung und die zufällige Verwendung ähnlicher oder gleicher Buchstaben-Zehlen-Kombinationen ist völlig bedeutungslos. Leider gibt es einige selbsternannte Sheriffs unter den Funkern, die glauben bei so was Rabatz machen zu müssen, aber das hat keinen rechtlichen Hintergrund.
Also alles wie gehabt und Df3nZ darf auch weiterhin Df3nZ bleiben.

Leider nahm mein netter Hinweisgeber, der die ganze Sache ja erst ins Rollen brachte, mein Hilfegesuch bei der Bundesnetzagentur, nach dem auch er von ihnen Nachricht erhielt, nicht so freundlich auf, worauf noch eine erboste Mail an mich folgte.
Aber nun herrscht bereits seit einigen wieder wunderbare Funkstille und ich hoffe mal dieser kleine Ausflug in die skurrilen Untiefen des Amateurfunkertums war vorerst meine letzte Begegnung mit dieser speziellen Sorte Freizeitgestaltung.


Eintrag vom 27.02.2008 12:19 Uhr - 2 Kommentare Blog melden Blog bearbeiten
 
Das Web wird alt ... und ich wohl auch
Kategorie: Gedanken, Internet, Leben

Letztens hab ich mir aus Spaß mal wieder die Frage gestellt: Wie wird wohl so manches in 50 Jahren sein?

Ein Teil meiner Überlegungen möchte ich dabei heute hier mal ansprechen, so weit sie sich speziell aufs Internet und noch spezieller auf Kuk and Friends beziehen.

Erst einmal zum Internet allgemein.
Spekulationen und Prognosen über die Zukunft des Internets anzustellen ist natürlich irgendwie wie Lotto spielen. Entweder man landet einen Glückstreffer oder man setzt sich unweigerlich in die Nesseln, wie das u. a. Bill Gates so oft mit seinen Zukunftsprognosen (Arbeitsspeicher, Spambekämpfung, etc.) getan hat.
Deshalb will ich mal lieber sehr allgemein und wage bleiben, aber eins scheint mir sicher, das Internet wird doch weit anders sein als heute.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Internet wie wir es heute kennen, in 50 Jahren nur noch als völlig antiquierte Überbleibsel ein Restdasein fristet, wie heutzutage die guten alten DOS Programme oder gar Atari oder C-64.
Ein paar Freaks werden natürlich auch in Zukunft dafür sorgen, dass die guten alten Sachen auch auf den neuen Systemen noch laufen und für nostalgische Momente mal wieder kurz hervorgekramt werden können.
Vielleicht gibt es dann einen Emulator für das „Oldweb“, welches man sich auch Downloaden kann, um mal wieder ein bisschen darin zu surfen. Natürlich nicht ohne sich darüber zu amüsieren, wie viel man damals noch ganz profan lesen musste.
Informationen die in endlosen Seiten voller Buchstaben kodiert wurden, die Stunden an Zeit bedürfen, um sie zu verarbeiten, was heute nur noch Sekunden dauert, in denen man sich kurz an den Rechner anklinkt.
Aber das ist jetzt wirklich schon wieder viel zu wilde Zukunftsmusik.

Viel mehr beschäftigt mich ja, was aus uns wird.
Aus KaF und allen seinen Mitgliedern.
Bisher ist das Netz noch wahnsinnig jung. Es gibt tausende Communitys und der Grioßteil wird von Teens und jungen Erwachsenen bevölkert, die nun in den ersten Generationen mit dem Internet aufwachsen.
Natürlich erobern sich auch immer mehr ältere den Weg ins Netz, viele nur als passive Surfer, immer mehr aber auch als aktive Teilnehmer im WWW. Aber eine wirklich „alte“ Generation gibt es eigentlich nicht. Das Netz ist einfach noch zu jung dafür.
Doch das bleibt freilich nicht so. Mit uns altert auch das Netz und mit dem Netz altern die Communitys. Wo heute die Jungen fast noch unter sich sind, werden eben diese Jungen in 50 Jahren alt sein.
Was wird dann geschehen?
Natürlich werden immer wieder neue Generationen nachkommen, das Netz wird sicherlich nicht vergreisen, aber was machen die alten dann?
Was machen wir in 50 Jahren?
Haben wir dann dem Computer abgeschworen?
Sind wir dann zu erwachsen um noch im Internet zu surfen?
Haben wir dann mit Job und Familie alle viel zu viel zu tun, um uns noch an so etwas wie KuK and Friends zu erinnern?
Aber selbst wenn, irgenwann kommen ja auch für uns vielleicht die Tage, wo Job und Familie und nicht mehr oder nicht mehr all zu sehr in Anspruch nehmen, das Rentenalter.
Wobei ich mir im Moment nicht vorstellen kann, dass das Internet irgendwie aus meinem Leben herausfallen könnte.
Ich bin aufgewachsen im Spagat zwischen dem realen und dem virtuellen Freundeskreis. Die Netz-Community gehört für mich genauso zum Leben wie die Clique in der „realen Welt“.

Wird es sich mit den Netzfreundschaften also so verhalten wie mit den realen?
Man sieht sich einfach immer seltener und irgendwann hört man dann von einem Bekannten eines Bekannten das Hinz oder Kunz übrigens letztens verstorben ist?

Wohl kaum.
Schon heut ist das Netz für viele ja ein gut genutztes Kommunikationsmittel um genau dem vorzubeugen und auch mit alten Freunden noch gut in Kontakt zu bleiben, selbst wenn man inzwischen hunderte Kilometer auseinander wohnt.

Aber was wird nun sein?
Ich dreh mich ständig um die Frage, aber einer Antwort komm ich dabei irgendwie nicht näher.
Wie wird das sein wenn wir in 50 Jahren tatsächlich immer noch auf KaF posten?
Inzwischen sind wir alle um die 60, 70, 80 Jahre alt. Einige werden wohl auch schon nicht mehr leben.
Werden wir dann gemeinsam in Daily Smalltalk sitzen und uns drüber unterhalten wies früher war, als X und Y noch lebten und was wir alles erlebt haben?
Von welch großen Flamewars wir Zeuge wurden und mit welch nervigen Trollen wir es zu tun hatten. Natürlich immer in Abwechslung mit den Geschichten über unsere kleinen Weh-Wehchen und wem es wie geht und was man wieder über diesen oder jenen gehört hat. ‚Ich hab XY neulich mal wieder in der Stadt gesehen, der sah ja gar nicht gut aus...’

Aber während ich die Zeilen so schreibe erkenne ich immer mehr, dass es in meinen Gedanken eigentlich gar nicht so speziell ums Internet geht. Sie beziehen sich wohl nur immer wieder darauf, weil ich ja die eigentlich fast nur Freunde im Netz habe, bzw. fast nur über das Netz Kontakt zu den Leuten habe die ich meine Freunde nennen würde.
Eigentlich sind all die Gedanken über das Altern ganz allgemein.
Was wird dann sein?

Früher hat mich so was nie beschäftigt. Das Alter und der Tod... bah, wen kümmerts.
Sterben muss halt jeder Mal, da hab ich doch keine Sorgen drum.

Tja, irgendwie hat sich das inzwischen geändert.
Heute denke ich darüber nach wie es wohl sein wird, wenn ich mal so alt bin.
Bin ich dann allein?
Das dumme an Freunden ist ja, das sie immer mit einem mit altern. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass sie später mal noch für einen da sind.
Selbst wenn man heute extrem viele hat, einer ist immer der letzte der stirbt.
Bleibt dann als letzter Ausweg doch nur die Familie. Der eigene Nachwuchs, der einen dann später Mal die dringen benötigte Gesellschaft leisten muss.

Aber ich schweife ab. Wollte ich nicht eigentlich übers Internet reden?
Und liegt genau darin nicht auch die Lösung?
Im Internet hat man die Chance sich immer wieder mit neuen Leuten anzufreunden. Was einem im realen Leben als alter Mann (oder auch Frau) vielleicht sehr schwer fällt, hier ist es doch verhältnismäßig einfach.
Und wenn erst einmal eine ganze Generation von Senioren im Netz aktiv ist, dann findet man vielleicht auch das passende virtuelle Altersheim, das einen über so manche, sonst sehr einsame Stunden hinwegtrösten kann.

Aber zurück zum Anfang des Blogs, zu KaF und den Freunden.
Dieses Problem bleibt natürlich trotzdem. Wie wird es sein, wenn wir auch in 50 Jahren alle noch hier in geselliger Gemeinschaft zusammen posten? Wie wird es sein wenn dann einer nach dem anderen von uns stirbt?
Wird eines Tages ein einzelner letzter User hin und wieder im Forum vorbeischauen, als einziger noch lebender KaF’ler? Oder wird immer wieder frischer Nachwuchs dazukommen, der das Forum dann irgendwann von uns übernimmt. Wir, die alten, bekommen das unser eigenes Sub-Forum namens „Altersheim“ und unsere eigene Benutzergruppe als KaF Rentner und schauen den jungen beim wilden Toben im Forum zu, während wir gemütlich in unserem eigenen kleinen Abteil sitzen und uns gegenseitig mit alten Anekdoten und Erinnerungen unterhalten.

Hach, es ist irgendwie einfach komisch darüber nach zu denken.
Vielleicht findet sich deshalb so wenig im Netz über den Tod im Netz.
Manchmal hab ich das Gefühl niemand scheint sich so recht Gedanken darüber zu machen, wie es sein wird, wenn das Netz mal in allen Generationen angekommen ist.
Klar, Ausnahmen gibt es freilich. Da war z. B. dieser eine Artikel auf, ich glaube es war Telepolis, über eine Beerdigung in Second Life. Eine sehr beliebte Nutzerin war da per Unfall oder Selbstmord ums Leben gekommen und all ihre Freunde aus Second Life haben ihr virtuell die letzte Ehre erwiesen.
Aber es passt natürlich trotzdem nur bedingt. Es war zwar eine Beschäftigung mit dem Tod im Netz, aber nicht mit dem Alterstod, damit wenn irgendwann auch das „natürliche“ Ende des Lebens ganz real im Netz angekommen ist.
Und zwar nicht nur in Form von Prominenten, sondern in form ganz normaler Community Nutzer. (besser gesagt im großen Stil, vereinzelt gibt es das garantiert auch jetzt schon. Aber noch sind die „Alten“ eher eine Ausnahmeerscheinung und somit lässt sich diese Problematik noch gut verdrängen.)


Na ja, das soll es aber mal soweit von mir gewesen sein.
Irgendwie beende ich diesen Blog mit dem Gefühl dem eigentlichen Kern der Sache doch nicht näher gekommen zu sein, aber ich empfinde es trotzdem als hilfreich und beruhigend die Gedanken mal so zu bündeln und schriftlicher Form niederzuschreiben.
Von daher bin ich zumindest doch nicht gaaanz unglücklich mit diesem Blog. smile


Eintrag vom 13.01.2008 22:47 Uhr - 0 Kommentare Blog melden Blog bearbeiten
 
Warum ich Foren (oder von mir aus auch das Internet) liebe...
Kategorie: Gedanken, Internet

Foren sind etwas wunderbares. In gewisser Weise vielleicht das wunderbarste was das Internet uns beschert hat, noch weit vor Onlinespielen, Onlinezeitungen und Funpages.
Wenn ich ehrlich sein soll, und auch auf die Gefahr mich damit als sozialgestörter Nerd zu outen, kann ich mir eigentlich nicht mehr vorstellen ohne Foren zu leben. Abgeschnitten zu sein von dieser Art der Kommunikation erscheint mir als noch viel größeres Übel, als der Verlust von Radio oder Television. Das Forum hat mir etwas ermöglicht, was nichts vorher konnte, die ständige, immer verfügbare (technische Ausfälle ignoriere ich jetzt mal) Kommunikation und Diskussion. Es ist seltsam darüber nachzudenken wie die Menschen früher ohne diese Möglichkeit gelebt haben. Um so seltsamer als „früher“ grad kaum mehr als eine, maximal zwei, Generationen vor der eigenen bedeutet.
Es ist einfach so selbstverständlich geworden. Ich hab ein Thema das mich beschäftigt und eröffne dazu ein Thread im Forum meiner Wahl und schon kann ich mit vielen anderen Menschen darüber diskutieren. Eine unglaubliche Möglichkeit des Austausches quer über die Erde.
Nehmen wir hingegen mal die frühere Situation. Mit wem konnte man früher Diskutieren?

Da wäre als erstes und naheliegendes natürlich die Familie. Dicht darauf folgt sicherlich der Freundeskreis. Diskussionen innerhalb dieser Gruppen waren dabei allerdings meist auf eine sehr geringe Teilnehmerzahl beschränkt. Um die Gelegenheit für größere Diskussion zu haben, bedurfte es schon einem besonderen Rahmen, wie diverse Feste, wo man sich in größere Zahl traf. Hier war es möglich auch in der größeren Gruppe zu diskutieren, wozu aber auch alle Lust haben mussten, da die Kommunikation zwangsweise unmittelbar war.

Eine weiterer Anlaufstelle, wo man auch mal mit „fremden“ Menschen diskutieren konnte, waren die Kneipen. Allerdings herrschten auch hier die selben Probleme wie bei Festen. Das die Kneipe dennoch durchaus ihren Stellenwert in dieser Sache hatte belegt IMHO schon allein das Wort „Stammtischphilosoph“. Auch wenn dieser Ausdruck oft negativ behaftet ist und man damit hin und wieder auch eher fragwürdige Aussagen, die nicht zuletzt schon unter deutlichem Alkoholeinfluss leiden, verbindet, so beweist er doch, das die Diskussion an sich ihren festen Platz am Stammtisch hatte. Oftmals über so banales wie Sport, aber auch häufig über z.B. Politik oder Familienleben.

Und natürlich sei auch der Arbeitsplatz und die Arbeitskollegen nicht vergessen, mit denen man sich durchaus auch austauschen konnte.
Man merkt aber schon, alle diese Beispiele haben ein paar Dinge gemeinsam. Sie sind sowohl stark Lokal gebunden und gehen kaum über das „persönliche Umfeld“ hinaus und sie unterliegen auch einer gewissen temporären Bindung. Bei Kneipe und Arbeitstelle sowieso, aber auch Freunde oder Familie sind keinesfalls ständig zu Verfügung, schon gar nicht für allgemeine Diskussion, höchsten bei Notfällen. Oder aber man hat sehr diskussionsfreudige Freunde und Verwandte, die sich gern jederzeit mit einem Treffen um über ein über ein gerade aktuelles Thema (das außerhalb jeglicher Notfälle oder familien- bzw. freundesinterna liegt) zu reden.
Noch schlechter sah es freilich mit der Überwindung des Lokalitätsproblems aus. Sicher, Mittel um mit Menschen in der Ferne zu kommunizieren gab es freilich. Da wären Briefe, Faxe, Telefone, usw., aber für jegliche Art der Diskussion sind sie eigentlich ungeeignet. Der Aufwand wäre auch einfach viel zu groß, selbst heute noch, trotz möglicher Konferenzschaltungen.
Nein, dem Forum in seiner Form als Kommunikationsplattform kommt in meinen Augen wirklich nichts gleich. (bzw. in den Anfängen des globalen Netzes die Newsgroups, Mailinglisten und ähnliches, bitte einfach in meinem Text mit Forum gleich setzten, ich wollt mir nur nicht die Mühe machen und sie jedes Mal mit erwähnen)

In seiner Funktion uns den ständigen Austausch mit anderen Menschen zu gewährleisten ist es in meinen Augen (und auch das Internet im allgemeinen) eine der bedeutensten Erfindungen der Menschheitsgeschichte, in einer Reihe zu nennen mit Büchern, Kino, Radio und TV. Allerdings mit dem ganz wichtigen Unterschied das diese bisher immer nur in eine Richtung funktionierten. Sie brachten uns die Gedanken andere Menschen näher, verdonnerten uns aber in eine komplett passive Rolle, als Leser, Beobachter und/oder Zuhörer. Das Forum macht uns zu (möglichen) aktiven Beteiligten. Wir nehmen nicht nur Informationen von anderen auf, sondern geben auch eigene ab, mischen uns ein ins Geschehen und „reden mit“. Noch nie war dies Menschen in dieser Form möglich.

Deshalb lasst uns alle eine Ode der Freude auf die Webforen anstimmen, den um ehrlich zu sein finde ich, dass sie inzwischen schon wieder als viel zu normal und selbstverständlich wahrgenommen werden und weder politisch noch gesellschaftlich die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen, was wohl daran liegen mag das die Leute die in diesen Bereichen die großen Leitnamen sind, einfach zu alt und wohl auch Unwillens sind sich damit zu befassen.

Aber ich für meinen Teil liebe meine Foren und möchte sie nicht mehr missen. Meine Fenster hinaus in die Welt, über den Tellerrand meines persönlichen Umfeldes hinaus, das mir ermöglicht mit so vielen Leuten zu diskutieren und Meinungen auszutauschen. =)


Eintrag vom 01.05.2007 20:49 Uhr - 1 Kommentar Blog melden Blog bearbeiten
 
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